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OBEN: Der Theaterzettel vom Theater an der Wien aus dem Jahr 1848 zeigt Johann Nestroy als Reporter Eberhard Ultra in -"Freiheit in Krähwinkel".
Legendär in allen seinen Stücken, waren die schon erwarteten täglich aktualisierten Couplets. Auch "Freiheit in Krähwinkel" enthielt einige dieser beliebten musikalischen Einlagen. Dies hier widmet sich dem Wendehals (sowas kennt man ja kaum noch;-)
„Gestern noch absolut, streng und g’scheit,
Heut’ ultra-konstitutionell für die Zeit.
Gestern noch hab’ ich den Spion hochverehrt,
Heut’ ruf’ ich: ‚Wer lauscht, g’hört am Galgen verwehrt!‘
Man wechselt die Röck’, wie der Wind grad tut weh’n,
Ein kluger Beamter bleibt niemals lang steh’n.
Regiert eine Republik, ruf’ ich: ‚Hurra!‘
Kommt morgen der Kaiser, bin ich wieder da.
Das Rückgrat is biegsam, die G’sinnung is leicht –
Hauptsach’, dass der Gehalt bis zum Ersten hinreicht!“
Bitte nicht nochmals Krähwinkel!
Am 1. Juli 1848, kaum dass die Zensur des Metternich-Regimes unter den Barrikadenkämpfen zusammengebrochen war, brachte Johann Nestroy im Theater an der Wien seine Posse „Freiheit in Krähwinkel“ auf die Bühne. Es war ein Husarenstreich sondergleichen. Während ringsum wohlmeinende Dichter pathetische Freiheitsgesänge anstimmten, tat Nestroy etwas Unerhörtes: Er hielt den Bürgern der fiktiven Kleinstadt Krähwinkel einen unbarmherzigen Spiegel vor. Seine Satire traf die erstarrte Bürokratie, den Zensor und den Bürgermeister – doch mit noch viel schärferer Klinge traf sie die Spießbürger selbst.
Erstaunlich Lehrreiches lässt sich aus Nestroys Schilderung der Verhältnisse für die Gegenwart destillieren. Mehr darüber lesen Sie gleich nebenan im aktuellen Blog. Auch WAS ANDERE SCHRIEBEN zeigt zunehmendes Interesse, über den heutigen Tag hinaus zu blicken.
Noch im Oktober beginne ich eine gezielte Landerkundung: Wie ein Geologenteam das Gelände nach Energiefeldern sondiert, suche ich im Land nach vorhandener Korrekturkompetenz und Korrekturwilligkeit. Wo liegen die Hebel für echte Selbsterneuerung jenseits des tagespolitischen Lärms?
Warum mir dabei ausgerechnet Johann Nestroys aufmüpfiger Zeitungsredakteur Eberhard Ultra aus dem Revolutionsjahr 1848 zur Seite steht , und wie sich daraus eine Fehlerkorrektur (Karl Popper) mit Biss entwickeln lässt, habe ich in einem kompakten Flugblatt auf originalem Krähwinkler Bogen zusammengefasst. Sehen Sie (bald) selbst. (Link folgt in Kürze ;-)
Unbedingt lesen!
So schließt die Rezension von Univ.-Prof. em. Dr. Dr. h. c. mult. Hermann Maurer aus Graz über dieses Buch.
Im von ihm entscheidend geformten akademischen Netzwerk Austria Forum steht neben der Rezension auch die hier verfügbar Zusammenfassung und eine kurze Inhaltsangabe zur Verfügung.
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